18 Zoll-Alufelgen, Fahrwerksoptimierung und Auflastung

KNAUS Boxstar 630 Feeway mit 18 Zoll Alufelgen, Zusatzluftfederung, verstärkte Federn

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Servus beinand,
wer kennt das nicht? Man ist auf den einschlägigen Fachmessen unterwegs und schleicht immer auf den Zubehörständen um die 18“-Alufelgen, Allterrain-Reifen und Federungen herum mit dem Gedanken „das wär’s doch eigentlich“! Auch wir haben das getan und entschieden uns während unserer Alkoven-Zeit (EuraMobil Terrestra 690 HB) immer dagegen.

Aber nun haben sich die Zeiten geändert! Nachdem wir unser Zimmo (KNAUS Boxstar 630 Freeway) knapp 3 Monate unser Eigen nennen durften, waren wir bei der Firma ORC EXKLUSIV und haben es noch etwas pimpen lassen!
Während der Planungsphase hatten wir regen Kontakt mit der Firma auf der schwäbschen Alb. Björn und Alexandra Gärttling standen uns bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite und beantworteten geduldig alle unsere E-Mails und Anrufe, damit wir unser Wuschpaket bekommen konnten.
Letztendlich gab es neue, größere und geilere Schlappen, eine Zusatzluftfederung an der Hinterachse und eine neue Federung an der Vorderachse – samt Auflastung auf 4,25 to.

Jetzt ging´s in die Werkstatt

So, die Aufgabe war definiert und der Werkstatttermin stand. Den ganzen Papierkram für die Beantragung der Auflastung hatten wir bereits im Vorfeld mit Frau Gärttling erledigt. Also machten wir uns Ende März diesen Jahres auf den Weg in die schwäbische Alb. Das Team der Fa. ORC EXKLUSIV hatte uns im Vorfeld noch Informationen zu Stell- / Übernachtungsplätzen in der Nähe zukommen lassen, zusätzlich zu einigen Tipps zum Zeitvertreib in der Region, während unser Zimmo in der Werkstatt steht.

Pünktlich um 8 Uhr standen wir parat für unseren Termin und gleich nach der freundlichen Begrüßung durch Herrn Gärttling ging es auch schon los mit der Vermessung der Achslasten unseres VANs. Dies war nötig zur Auswahl des neuen Federbeins – wir waren genau an der Grenze zwischen der leichteren und der schwereren Variante der Federung. Entschieden haben wir uns dann für die schwerere Version.

Dann verschwand unser Zimmo auch schon in der Werkstatt. Herr Gärttling stellte uns auch ein Auto zur Verfügung, mit dem wir die Gegend hätten erkunden können. Wir haben das Angebot nur für die Mittagspause genutzt. Den Rest der Zeit haben wir beim Zimmo verbracht, damit wir Euch auch entsprechendes Bildmaterial unseres Umbaus zeigen können.
Hinter dem Werkstatttor ging es dann gleich mit dem „Pimpen“ los:

18“-Alufelgen von ORC EXKLUSIV mit General Grabber AT³

Warum überhaupt 18“-Felgen? Ganz einfach es sieht einfach richtig cool aus!

Natürlich gibt es aber auch noch andere, technische Aspekte für die größeren Schlappen:
Die Reifen können mit einem deutlich niedrigeren Luftdruck gefahren werden, als unsere Standard-Reifen. Dadurch erhöht sich auch das Eigendämfungsverhalten der Reifen und die Fahrt wird komfortabler. Durch die breiteren Reifen bekommt man natürlich auch noch eine kleine Spurverbreiterung quasi kostenlos dazu, wodurch sich ein stabileres Fahrverhalten auf der Strasse zeigen sollte. Ein kleiner Nebeneffekt besteht noch im Zugewinn einiger Millimeter an reiner Bodenfreiheit.

Von den Allterrainreifen General Grabber AT³ versprechen wir uns etwas mehr Sicherheit auf nicht geteerten Strassen / Schotterpisten. Da unser Zimmo keinen Allrad-Antrieb hat, wollen wir zumindest auf diesem Wege die Schlechtwege-Tauglichkeit etwas erhöhen. Die Reifen haben eine Größe von 255/60 R18, sind Allwetterreifen mit Schneeflockensymbol – damit also auch vollwertige Winterreifen. Wir kommen allerdings aus einer eher schneereichen Region und werden unseren Kastenwagen auch über den Winter täglich nutzen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, auf die „alten“ 16“- Alufelgen reinrassige Winterreifen aufziehen zu lassen, um diese dann in den Wintermonaten zu nutzen.

Zusatzluftfederung an der Hinterachse von VB airsuspension

Die Fa. ORC EXKLUSIV verbaut die Luftfederungen der Fa. VB airsuspension. Wir haben uns für eine Zusatzluftfederung aus mehreren Gründen entschieden. Zum einen natürlich wegen der gewünschten Auflastung auf 4,25 to. Andererseits erhöht sich der Fahrkomfort deutlich und wir bekommen auch die Möglichkeit, unser Zimmo auf unebenen Flächen im gewissen Rahmen durch die einzeln ansteuerbaren Faltenbälge „ins Wasser“ zu stellen. Über ein Bedienpanel im Fahrerhaus lässt sich der gewünschte Druck einstellen.

Das ganze System besteht aus je einem Luftbalg für die rechte und linke Seite der Hinterachse. Dieser wird zwischen Blattfeder und Rahmen montiert. Die Schläuche für die Luftversorgung der beiden Faltenbälge wird an der Unterseite unseres Zimmos nach vorne, Richtung Fahrerhaus, verlegt.

Der kleine Luftkompressor findet hinter der Verkleidung der Trittstufe auf der Fahrerseite seinen Platz. Der Strom kommt direkt von der Starterbatterie. Angesteuert wird das ganze System über ein Bedienpanel, welches auf der Fahrerseite links unterhalb der Schalter für die Nebelscheinwerfer seinen Platz findet.

Verstärkte Federung an der Vorderachse der Fa. Koni

Die „Nase“ des Fiat Ducato hängt ja bekanntlich immer etwas zu Boden. Durch die neue verstärkte Feder und das Federbein der Fa. Koni sollte die Schnauze des Zimmos wieder nach oben kommen und der Kasten wieder waagerecht stehen. Außerdem soll sich das Fahr- und Lenkverhalten durch die neue Federung merklich verbessern und die „Schläge“ sollen deutlich besser kompensiert werden.

Um 15:30 Uhr öffnete sich endlich wieder das Tor der Werkstatt und unser Zimmo kam auf seinen neuen coolen Schlappen aus der Halle gefahren – ein richtig geiler Anblick (kann man nicht anders sagen)!

Feedback zum Umbau

Was soll man sagen: wir haben uns vom ersten Kontakt mit der Familie Gärttling an gut aufgehoben gefühlt! Alle unsere Fragen in der Planungsphase wurden kompetent und schnell beantwortet. Der Umbau selbst inklusive Auflastung und Eintragung verlief reibungslos und wir waren sogar noch etwas schneller fertig, wie ursprünglich geplant.

Die ersten Kilometer und der erste „Feldweg“ haben uns schon einmal einen Eindruck vom neuen Fahrkomfort vermittelt. Wir sind gespannt und werden von unseren Erfahrungen berichten…

Wer lieber bewegte Bilder des Umbaus sehen möchte, darf gern auf unserem youtube-Kanal vorbeischauen…

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Habe die Ehre und bis zum nächsten Mal

Euer Oli

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2 Kommentare

  1. Christian Koppitz

    Hallo Oli,

    eine Frage zum Gewicht der neuen Bereifung.
    Kannst Du sagen, mit wieviel mehr an Kilo gegenüber der Serienbereifung (16″) man rechnen muss?
    Also Umrüstung auf 18″ mit den General Grabber Reifen und Luftfederung hinten/neue Federn vorne!
    Denke allerdings nicht über eine Auflastung nach!

    • Servus Christian,

      ehrlich gesagt, ist das eine sehr gute Frage:-)
      …und ich kann sie Dir leider auch nicht wirklich beantworten. Ich hatte mir bzgl. des Gewichts nicht so viele Gedanken gemacht, da wir sowieso auflasten wollten. Klar, wenn Du bei den 3,5 to. bleiben möchtest, dann zählt natürlich jedes Kilo!
      Du planst ja mehr oder weniger den gleichen Umbau, wie wir ihn auch gemacht haben. Also an der Vorderachse (neue Feder vorn – wir haben auch das Federbein getauscht) wird sich das gewichtsmäßig wohl die Waage halten. Was Reifen/Felgen und die Luftfederung angeht, würde ich vielleicht mal bei den einschlägigen Herstellern/Umbauern anfragen (ORC, Goldschmitt, usw.). Die sollten Ihre technischen Daten kennen und Dir auch sagen können, wie hoch denn das Delta ist.
      Sorry, dass ich Dir leider nichts Genaueres sagen kann zu dem Thema!
      Viele Grüße
      Oli

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