„Toskana on horseback“ – Fünf Stunden im Sattel

… und zu keiner Minute war es uns langweilig geworden!

Mitunter die beste Zeit zum Reiten

Im Frühling in der Toskana, wenn es noch nicht so heiß ist, der Wind noch relativ kühl weht, jedoch die Sonne schon ein wenig zeigt, was sie kann. Dann ist wohl die schönste Zeit, diesen einmalig schönen Landstrich, in unserem Fall zwischen Siena und Cecina, auf dem Pferd zu durchreiten. Wir hatten Glück mit dem Wetter, so war es zwar immer wieder bewölkt, jedoch wurden wir trotz des langen Rittes nicht nass.

Total entspannte Pferde

Mit unserem Reitguide, einer jungen Französin, trafen wir uns am Vormittag am Hof, direkt daneben unser Zimmo geparkt, um gemeinsam die Pferde von der Koppel zu holen.
Hier leben gut 20 Pferde zusammen – vorwiegend Hannoveraner, die in einer offenen Herde frei gehalten werden – natürlicher geht es nicht! Und darauf legen Enrico und Maura, die Besitzer von Podere Palazzone, großen Wert. Nur so bekommt man ausgeglichene Pferde mit einem ungestörten Sozialverhalten, die gesund sind und sicher und freudig durch´s Gelände wandern, sind sie überzeugt. So waren wir also für einen 5-stündigen Ritt angemeldet und schon ganz gespannt.

Ein Ritt voller kleiner Abenteuer

Nach dem Kennenlernen unserer vierbeinigen Freunde für dieses Erlebnis, putzen, satteln und aufzäumen waren wir, begleitet durch zwei eigene Hofhunde, schon unterwegs.
Vorbei an unzähligen kleinen Bauernhäusern, mehr oder wenig freudig verbellt von deren Wachhunden, ging´s auch schon in den ersten Trab und die Pferde hatten keine Probleme, sich auf die neuen Zweibeiner, nämlich uns, einzustellen.
So durchquerten wir Flüsse, galoppierten an Wiesen entlang, durch Wälder und kraxelten im doch etwas steileren Gelände, die Hügel hoch. Die Pferde, auch nach einigen Stunden immer noch aufmerksam und motiviert und auch völlig ausgeglichen! Selbst als wir ein Wildschwein am Waldesrand erblickten und zwei Teenager mit ihren Mopeds direkt an uns vorbei mussten, blieben sie ruhig und stets „Herr der Lage“. Wir waren begeistert!

Mit den Pferden schwimmen

Am nächsten Tag waren wir nochmal unterwegs, durften sogar nochmal mit den gleichen Pferden reiten und hatten ein junges Pärchen aus Amerika mit in der Gruppe. Eigentlich sollten wir mit den Pferden zum Schwimmen gehen. Aber nachdem es doch noch nicht richtig warm war und der Wind ganz schön blasen wollte, ließen wir dieses kleine Abenteuer aus und planschten nur ein wenig durch´s Wasser. Diesmal! Aber da wird sich sicherlich wieder eine Möglichkeit auftun!

Unterkunft und Stellplatz

Zum Agriturismo Podere Palazzone soll noch gesagt sein: Es ist ein wunderschönes toskanisches Anwesen, mit Reitplatz und sogar einem Swimmingpool! Man kann dort Zimmer buchen, als auch sogar mit dem Van am Gelände über Nacht stehen bleiben. Im Ort gäbe es jedoch auch einen hochmodernen Stellplatz mit allen Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten (Area Sosta Camper – Pomarance, Strada Regionale 439 Sarzanese Valdera, 56045 Pomarance PI, Italien). Trotz Nebensaison (oder vielleicht gerade deshalb) haben wir uns sehr wohl gefühlt!

Tolle Angebote rund um den Hof

Maura bietet sogar eigenes Olivenöl und Rotwein an. Und in der Hauptsaison kocht sie für Ihre Gäste. Und aufgrund der zentralen Lage können auch Ausflüge in die umliegenden Städte wie Siena, Volterra, San Gimignano sowie ans nur 40 km entfernte Meer unternommen werden. Es ist also auch auf jeden Fall einiges für Nichtreiter geboten!
Herzlichen Dank, Maura und Enrico, für Eure Gastfreundschaft

Hat's euch gefallen? Dann teilt doch bitte den Beitrag mit euren Freunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich stimme zu.